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Sommerprojekt 2015

Orchestronik - Visionen im Klangraum

„Orchestronik - Visionen im Klangraum“ hieß das diesjährige Sommerprojekt der STÜBAphilharmonie, mit dem sie an ihre Erfahrungen der letzten Jahre anschloss. Bereits zuvor hatte das Orchester Kompositionsaufträge vergeben und Uraufführungen präsentiert, mit Musikern verschiedener Genres zusammengespielt und Gastmusiker aus verschiedenen Länder zum Mitspielen eingeladen.

„Orchestronik“ vereinte diese Erlebnisse in einem neuen Werk. Es ist ein Gemeinschaftswerk von mehreren Künstlern: Fünf Komponisten, ein Regisseur und ein Licht- und Videokünstler verbanden unterschiedliche musikalische, theatrale und mediale Elemente. Der klassische Klangraum eines großen Sinfonieorchesters traf dabei auf elektronische Musik, improvisatorische Elemente und visuelle Effekte. „Orchestronik“ erprobte so ein neues Aufführungsformat zwischen Konzert, Licht- und Videoinstallation.

Aber auch die Vision des kulturellen Austauschs über gemeinsames Musizieren führte „Orchestronik“ weiter. Wie schon seit mehreren Jahren wurde die STÜBAphilharmonie von sechs bosnischen Musiker*innen unterstützt. In diesem Sommer bereicherten außerdem neun syrische Musiker*innen das Orchester. Sie alle sind Flüchtlinge und Teil eines Netzwerks des Orchesters des ehemaligen Staatsorchesters in Damaskus. Für „Orchestronik“ reisten sie aus Bremen, Göttingen und Aachen an und erweiterten den Klangraum des Orchesters mit einer Oud (eine orientalische Laute) und einem Kanun (eine orientalische Zither).

Das Werk wurde zur Eröffnung des Kunstfestes Weimar am 21. August uraufgeführt und war am 23. August nochmals in der Festhalls Ilmenau zu hören. Standing Ovations zeugten von der Begeisterung der Publikums und ließen das Projekt für uns zu einem großen Erfolg werden.

Gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei - Abteilung Kunst und Kultur, Zughafen und das Kunstfest Weimar. Vielen Dank allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern!

Orchestronik - Visionen im Klangraum

  • 1. Teil (Steffen Geisiger)
    Fiat Lux - Die Entstehung
  • 2. Teil (Kammermusiken von: Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ, Johannes Winde, Martin Lentz)
    Cogito ergo sum - Die Widerstände
  • PAUSE
  • 3. Teil (Tim Jäkel / Fabian Russ)
    Gnothi seauton - Die eigene Größe erkennen
  • 4. Teil (Johannes Winde)
    Panta rhei - Der Aufbruch ins Neue

Komposition: Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ, Johannes Winde
Musikalische Leitung: Martin Lentz
Regie: Thomas Kiemle
Bühne, Video und Lichtkonzept: Lotus Lumina
Videodesign: Dirk Rauscher
Lichtdesign: Johannes Glöde
Gesamtleitung Ton: Matthias Middelkamp