Sommerprojekt 2017 - Sinfoniekonzert in Norddeutschland

In diesem Jahr trifft sich die große sinfonische Besetzung des Orchesters in Bad Malente in Schleswig-Holstein, um das tolle Programm einzustudieren.

Anschließend wird es in Zusammenarbeit mit der Stadt ein Konzert in geselliger Atmosphäre geben sowie ein weiteres in Tangermünde.

Wie jedes Jahr freuen wir uns auf zahlreiche Besucher und ein schönes Musikerlebnis.

Dirigent:

Juri Lebedev

Programm:

  • Sergej Prokofjew - Suite Nr. 2 aus Romeo und Julia (I, II, VI, VII)
  • Alexander Borodin - Polowetzer Tänze
  • Ralph Vaughan Williams - Sinfonie Nr. 5

Konzerte:

Fr. 28.07.2017  - Bad Malente
Sa. 29.07.2017  - Tangermünde, Kirche St. Stephan

 

 

Sommerprojekt 2016: ANNA MATEUR & STÜBAphilharmonie

"Dahin!" - Andere Lieder von Rio Reiser

Ein Konzert zum 20. Todestag des Künstlers

 

Im August vor 20 Jahren starb Rio Reiser. Er hinterließ seine Musik, die nicht nur die alten Fans heute noch hören, sondern die auch junge Menschen immer wieder aufs Neue berührt. Denn die Welt steht neben sich und in Reisers Zeilen steht von Trost, von Aufstand, von Trauer, von Wut und von Liebe geschrieben.

Soll man nun also eine weitere Cover-Rockband mit exzessivem Frontmann zum lebendigen Gedenken auf die Bühne schicken? Nicht unbedingt: Die stimmgewaltige Dresdner Jazzsängerin Anna Mateur hat sich mit der STÜBAphilharmonie zusammengetan, um einigen der weniger bekannten Lieder Reisers einen eigenen Abend zu widmen.

Es soll mehr um den Künstler und Autor Rio Reiser gehen als um seine Wucht und sein Charisma auf der Bühne. Wenn man seine Texte aus ihrer Pop/Rock-Umgebung herauslöst, ihn als Poet begreift, dann ist er sicher einer der sprach- und bildgewaltigsten deutschen Texter gewesen, dessen Worte weit mehr als die gewohnte Strophen-Refrain-Form füllen können. 

 

Getreu Rios Motto „Mein Name ist Mensch“ engagieren sich alle Akteure auch neben ihrer Musik für ein menschlicheres Miteinander. Sowohl Anna Mateur als auch die STÜBAphilharmonie arbeiten mit Künstlern verschiedener Herkunft, engagieren sich direkt in sozialen Projekten und tragen mit ihren öffentlichen Auftritten zur Verständigung zwischen den Kulturen bei.

Die Komponisten Jan Maihorn und Renard Aust haben in Rotterdam Jazzkomposition studiert und erarbeiten sowohl die Arrangements als auch die kompletten Orchestrierungen. Für die STÜBA und Anna entsteht Musik zwischen Jazz, minimalistischer Klarheit und sinfonischer Fülle. Die musikalische Leitung hat Martin Lentz, Dirigent des Orchesters seit seiner Gründung.

Die Freude am musikalischen Experiment motivierte die STÜBAphilharmonie zur Zusammenarbeit mit Clueso, den Bands Ulver und Pentatones und zuletzt zur Eröffnung des Kunstfestes Weimar mit einer Uraufführung des eigenen Werkes „Orchestronik“. Mittlerweile sind Musiker*innen aus Bosnien, Serbien und Syrien ein fester Bestandteil des Ensembles, das diesmal 50 Musiker*innen auf die Bühne schicken wird.

Anna Mateur tourt aktuell mit ihrem fulminanten Abend „Protokoll einer Disko“ durch den deutschsprachigen Raum und bereitet ihr alljährliches Dresdner Schaubudenprogramm vor. 

Termine:

Sonnabend, 20.08.2016 - Leipzig Haus Auensee - präsentiert von der Leipziger Volkszeitung
Dienstag, 23.08.2016 - Dresden - Alter Schlachthof

Tickets sind ab 07.04. an allen bekannten VVK-Stellen und über die Veranstaltungsorte erhältlich. Es gibt Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Auszubildende.
www.eventim.de

 

Sinfonieorchester

Das Sinfonieorchester ist unser größtes und ältestes Projekt. Das Orchester setzt sich aus jungen musikbegeisterten Leuten zusammen. Der Großteil von ihnen erhielt seine musikalische Ausbildung an Musik-, Spezial- und Hochschulen. Das Sinfonieorchester probt mit knapp 100 musizierenden Mitgliedern einmal im Jahr große Sinfonieliteratur und führt diese in und um Thüringen auf. Konzertreisen führten es 2004 nach Ungarn und Rumänien, 2008 nach Serbien und 2011 nach Bosnien-Herzegowina.

Das hohe musikalische Niveau ist der konsequenten Arbeit des Dirigenten Martin Lentz aus Weimar zu verdanken.

Sommerprojekt 2015

Orchestronik - Visionen im Klangraum

„Orchestronik - Visionen im Klangraum“ hieß das diesjährige Sommerprojekt der STÜBAphilharmonie, mit dem sie an ihre Erfahrungen der letzten Jahre anschloss. Bereits zuvor hatte das Orchester Kompositionsaufträge vergeben und Uraufführungen präsentiert, mit Musikern verschiedener Genres zusammengespielt und Gastmusiker aus verschiedenen Länder zum Mitspielen eingeladen.


„Orchestronik“ vereinte diese Erlebnisse in einem neuen Werk. Es ist ein Gemeinschaftswerk von mehreren Künstlern: Fünf Komponisten, ein Regisseur und ein Licht- und Videokünstler verbanden unterschiedliche musikalische, theatrale und mediale Elemente. Der klassische Klangraum eines großen Sinfonieorchesters traf dabei auf elektronische Musik, improvisatorische Elemente und visuelle Effekte. „Orchestronik“ erprobte so ein neues Aufführungsformat zwischen Konzert, Licht- und Videoinstallation.

Aber auch die Vision des kulturellen Austauschs über gemeinsames Musizieren führte „Orchestronik“ weiter. Wie schon seit mehreren Jahren wurde die STÜBAphilharmonie von sechs bosnischen Musiker*innen unterstützt. In diesem Sommer bereicherten außerdem neun syrische Musiker*innen das Orchester. Sie alle sind Flüchtlinge und Teil eines Netzwerks des Orchesters des ehemaligen Staatsorchesters in Damaskus. Für „Orchestronik“ reisten sie aus Bremen, Göttingen und Aachen an und erweiterten den Klangraum des Orchesters mit einer Oud (eine orientalische Laute) und einem Kanun (eine orientalische Zither).

Das Werk wurde zur Eröffnung des Kunstfestes Weimar am 21. August uraufgeführt und war am 23. August nochmals in der Festhalls Ilmenau zu hören. Standing Ovations zeugten von der Begeisterung der Publikums und ließen das Projekt für uns zu einem großen Erfolg werden.

Gefördert durch die Thüringer Staatskanzlei - Abteilung Kunst und Kultur, Zughafen und das Kunstfest Weimar. Vielen Dank allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern!

Orchestronik - Visionen im Klangraum
1. Teil (Steffen Geisiger)
Fiat Lux - Die Entstehung
2. Teil (Kammermusiken von: Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ, Johannes Winde, Martin Lentz)
Cogito ergo sum - Die Widerstände
PAUSE
3. Teil (Tim Jäkel / Fabian Russ)
Gnothi seauton - Die eigene Größe erkennen
4. Teil (Johannes Winde)
Panta rhei - Der Aufbruch ins Neue

Komposition: Stefan Berger, Steffen Greisiger, Tim Jäkel, Fabian Russ, Johannes Winde

Musikalische Leitung: Martin Lentz

Regie: Thomas Kiemle

Bühne, Video und Lichtkonzept: Lotus Lumina

Videodesign: Dirk Rauscher

Lichtdesign: Johannes Glöde

Gesamtleitung Ton: Matthias Middelkamp