Martin Lentz

Vor langer Zeit in Hamburg geboren, machte sich Martin Lentz kurz nach dem Zivildienst auf, in Weimar Schulmusik zu studieren. Im 4. Semester (1994) änderte sich sein Leben durch die Übernahme der Leitung des „Jugendkammerorchesters der Musik- und Kunstschule Jena“. Fortan bestimmten die JKOten seinen Alltag – davon konnten auch Nebentätigkeiten wie das Dirgierstudium bei Prof. Frischmuth, die Gründung des Bundesschulmusikerorchesters oder die Leitung des Rahlstedter Kammerorchesters nichts ändern.

Mit den JKOten, unter seiner Leitung zum Symphonieorchester erwachsen, reiste er unter anderem nach England, Norwegen, die Niederlande, Finnland, Frankreich, Italien und Palästina.
Mit der Zeit übernahm Martin Lentz noch weitere Aufgaben wie die Gründung des „Salonorchester Weimar“ (aktuelles Programm: "Hänsel und Gretel" mit Musik von Bach bis Rammstein), Leitungstätigkeiten bei verschiedenen Kursen und Orchesterprojekten, die Gründung des „Landesverbandes Thüringen der Jeunesses Musicales Deutschland“ und die stellvertretende Schulleitung der Musik- und Kunstschule Jena.
 
Als Cellist und Kontrabassist, seit seinem 18. Lebensjahr auch als Dirigent, hatte er zuvor in verschiedenen Jugendorchestern Erfahrungen gesammelt, denen er noch heute den einen oder anderen Orchesterpsychologischen Kniff verdankt. 1999 nahm er an der Internationalen Dirigentenwerkstatt Mürzzuschlag (Österreich) und wurde wenig später zum Dirigenten des „LandesjugendSPASSorchesters“ Thüringen, was allerdings ursächlich nicht direkt zusammenhängt.

Ein Zubrot verdiente und verdient sich Martin Lentz als Gastdozent verschiedener Kurse bei der JMD (Jeunesses Musicales Deutschland), dem AMJ (Arbeitskreis Musik in der Jugend) sowie zu Vorlesungen über musikdidaktische Themen am Konservatorium Oulu (Finnland) und der Sibelius Akademie Helsinki.

In Jena betrat er mit der Produktion „Glaszeiten“ am Theaterhaus Jena 1997 auch die Opernbühne. Unter seiner Leitung entstanden Aufführungen der Opern „Der Kaiser von Atlantis“ (Victor Ullmann) und „Brundibar“ (Hans Krasa) unter der Regie von Tobias J. Lehmann, die es 1999 auch an das Berliner Hebbel-Theater schaffte. Weitere Projekte, u.a. Vorbereitungsproben für GMD Ingo Metzmacher beim Hamburger „tutti“-Orchester, bei denen, wie in Jena oft die Musik des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stand, brachten ihn im Dezember 2004 in den Kontakt mit der Barenboim-Said Foundation, für die er 2005 sehr intensiv und seither noch als Berater das Musikausbildungsprogramm in den von Israel besetzten Gebieten – besonders Ramallah – betreut.

Seit Oktober 2002 besteht eine engere Zusammenarbeit mit der Jenaer Philharmonie. Einer getanzten Aufführung des „Carnevals der Tiere“ von Saint-Saens folgte „Mio mein Mio“ des finnischen Komponisten T. Hietala, 2005 das Projekt mit Werken von Sibelius, Lutoslawski und Gulda, sowie 2006 Konzerte unter dem Titel „Wenn Bach Bienen gezüchtet hätte“, angeregt durch eine Begegnung mit Arvo Pärt.
       
Das mittlerweile in „Stübaphilharmonie“ umgetaufte LandesjugendSPASSorchesters erarbeitete unter seiner Leitung bisher Werke wie Saint-Saens „Violinkonzert“, Sibelius Tondichtung „En Saga“, Tschaikowsky Ouvertüre „Romeo und Julia“, Dvoraks „Symphonie Nr.7“, Martinus Balettsuite „Spalizcek“, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.
Seine Verbundenheit mit der neuen Musik spiegeln sich in einer Reihe von u.a. Erst- und Uraufführungen von Siegfried Müller, Concertino für Klavier und kleines Orchester (UA), Thilo Jaques, „Schwarz / Weiß“ (UA), Matti Murto, Violinkonzert (DEA), E. Rautavaara  „The True And The False Unicirorn“ (DEA) wieder.
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