Presseschau 2003

- Eine Kinderarena für die Sandmännchen-Freunde gestalten die Mitglieder des LandesjugendSPASSOrchesters. Mit dabei sind Uta Koloczek und Björn M., der Fuchs und die Elster, (bag)
JugendSPASSOrchester kommt mit einem Puppenspiel
Jena, (tlz) Da findet doch der Fuchs einen Riesenpilz im Märchenwald. Doch als er gerade einen Korb holt, kommen Maunz und Hoppel daher, nehmen den Riesenpilz mit und schenken ihn Onkel Uhu fürs Waldmuseum. Da wird Herr Fuchs böse und versucht, die beiden auszutricksen, um doch noch an seinen Pilz zu kommen. Ob ihm das gelingt, werden alle erfahren, die am Sonntag in die Kinderarena kommen. 11 Uhr beginnt das Stück „Der Riesenpilz".
Das LandesjugendSPASSorchester ist zu Gast mit dem Stück. Normalerweise spielen die Jugendlichen des Orchesters in großer Formation, wenn sie sich alljährlich treffen. Beim Riesenpilz kommen nur einige Musiker mit ihren Instrumenten. Andere übernehmen die Puppen, und wieder andere schlüpfen in die Sprecherrollen. „Ich bin Sprecher, normalerweise spiele ich Geige", sagt Björn M., der zudem im Arena-Team mitarbeitet. Und Uta Koloczek, die gestern Nachmittag auch schon auf dem Theatervorplatz war, spielt eigentlich Klarinette. Beim Riesenpilz wird sie hinter den Kulissen wirken.
Das musikalische Puppenspiel haben die jungen Leute schon zweimal aufgeführt, bislang in Kirchen, noch nie auf einem so großen Platz, insofern ist es fast so etwas wie eine Premiere.
Björn und Uta sind gespannt, wie die Kinder am Sonntag reagieren, denn sie werden einbezogen, können vielleicht auch über ihre eigenen Erfahrungen mit Pilzen im Wald erzählen. „Wir denken, das Stück ist für all die Kinder, die auch das Sandmännchen im Fernsehen anschauen", sagt Uta.
Das Puppenspiel, bei dem auch die Spieler nicht ganz verdeckt sind, dauert etwa 35 Minuten. Aber damit wollen es die SPASSorchesterleute nicht bewenden lassen. „Wir denken uns noch etwas aus", verspricht Uta.
TLZ DABEI: KULTURARENA 2003 - Von Barbara Glasser

- Spannend war's gestern in der Kinderarena, als der Herr Fuchs Mautz und Hoppel überlisten wollte. Die Mitglieder des LandesjugendSPASSorchesters hatten die vielen Kinder mit dem Puppenspiel voll in ihren Bann gezogen. Foto: Glasser
Sinfoniekonzert mit jungem Blut
SCHMIEDEFELD (TA). Da sage noch einer, junge Leute könnten ohne Anleitung nichts mit sich anfangen: Das Landesjugendspaßorchester" beweist genau das Gegenteil. 1996 haben sich zum ersten Mal einige Musik begeisterte Jugendliche im Thüringer Wald getroffen — inzwischen ist daraus ein eingetragener Verein mit knapp 100 Mitgliedern geworden. Zweimal im Jahr treffen sich die jugendlichen Musiker zu gemeinsamen Projekten — wie in der vergangenen Woche in Schmiedefeld. Nicht ganz ernst geht es bei den Proben zu, wenngleich die Aufführungen ein ernsthaftes Anliegen haben: die Unterstützung des Kinderheimes im rumänischen Ineu. Während sie ihren Auftritt heute in Meiningen haben, ist das Orchester morgen in der Ilmenauer Jakobuskirche zu erleben. In dem Programm ab 17 Uhr ist auch ein eigen komponiertes Stück von Steffen Heinze dabei, der an der Hochschule „Franz Liszt" in Weimar studiert. Die jungen Musiker garantieren: „Ein Erlebnis für die ganze Familie".

- MAMMUT-ORCHESTER: Das „LandesjugendSPASSorchester" lädt nach den Proben in Schmiedefeld morgen in Ilmenaus Jakobuskirche ein. TA-Fotos: R. EHRLICH Ilmenauer m Allgemeine - Sonnabend, 20. September 2003

- DIE WIRKLICH ERSTE REIHE: Kinder kamen auf Einladung der Musiker während des Spiels nach vom. TA-Foto: A. MARTIUS
Die Sinne überrollt
Furioses Benefizkonzert des LandesjugendSPASSorchesters in Ilmenau
Eine Weile nach dem letzten Ton war es still. Gerade so, als könnte noch niemand fassen, was er da eben gehört hatte. Dann bebte Ilmenaus Jakobuskirche vor Jubel und Begeisterung. Von Arne MARTIUS
Steffen Heinze, er blickte nickend ins Publikum, fast ein wenig verschämt, und umarmte mit den Händen das Orchester. Vor ein paar Monaten saß er, der Student mit Hauptfach Jazzklavier an der Weimarer Musikhochschule „Franz Liszt" im Ilmenauer Kino und spielte seine Musik zum Stummfilm „Metropolis". Nun, am Sonntagnachmittag, stellte Steffen Heinze nach dem Auftritt in Meiningen zum zweiten Mal am vergangenen Wochenende das Werk vor. Groß und gigantisch, machtvoll — als sinfonische Suite für ein Orchester. Gespielt von jenen, die in Ilmenau ohnehin verehrt werden für ihre unverkrampfte Art, das Leben zu genießen und für ihre Ernsthaftigkeit, Musik zu machen. Das Landesjugend-Spaßorchester hat Heinzes Komposition in einen monumentalen Klang gekleidet und damit zweifellos den Höhepunkt des Konzerts am Sonntag gesetzt.
Präzise übernahm jeder in dem knapp 100-köpfigen Klangkörper seine Rolle, und füllte sie so aus, dass das Werk im technisch meisterlichen Zusammenspiel die Sinne regelrecht überrollte. Mit „Fanfare for the common man" von Aaron Copland (1900 - 1990) setzten die Bläser die ersten Akzente des Konzerts, steigerten dann die Bandbreite der Instrumente mit Benjamin Brittens (1913 - 1976) „Simple symphony" über Wagners (1813 - 1883) Ouvertüre zu „Lohengrin", um bei Gabriel Urbain Faures (1845 - 1924) „Pavane" zunächst einen Ruhepunkt zu markieren. Es war die Ruhe vor dem Sturm, der noch lange in Beifallswogen nachhallte, als der Prolog und die Suite Nr. l von Steffen Heinzes „Metropolis" längst gespielt worden war. Und es war eine Höchstleistung des LandesjugendSPASSorchesters, das mit seinem Reichtum an Klang unter der Leitung von Martin Lentz an keiner Stelle musikalisch überfrachtet wirkte. Neben der musikalischen Genauigkeit des Orchesters war noch etwas anderes bemerkenswert: die lachenden Gesichter der Musizierenden und die unkonventionelle Art im Umgang mit dem Publikum. Das war schon alles, was sie von Berufsmusikern unterscheidet. Statt Allüren hatten zwischen den Instrumenten am Sonntag die Kinder Platz, die auf Einladung der Musiker während des Spiels nach vorn kommen durften.
Eine Woche lang haben die Mitglieder des Orchesters auf dem Rennsteig geprobt und mit den beiden Abschlusskonzerten in Meiningen am Samstag und Ilmenau am Sonntag einen beeindruckenden Abschied von ihrem Musiksommer genommen. Die Spenden aus dem Benefizkonzert, das die Jakobuskirche bis unter das Dach füllte, sind für das rumänische Kinderheim in Ineu gedacht.
Musizierspaß mit ernstem Anlass
Der frenetische Jubel aus dem Publikum glich eher dem, wie man ihn von Rock-Pop-Events kennt.
ILMENAU - Und dennoch erklang da vorn aus dem Altarraum der Stadtkirche so genannte E-Musik. Mit „E" wie Ernst. Aber wenn eine Auslese der talentiertesten thüringischen Nachwuchs-Musikerinnen in Jeans und T-Shirt mit derart viel Hingabe, professionellem Können und Spielfreude sogar die majestätischen Streicher- und Bläsersätze von Wagners Lohengrin-Ouvertüre „respektlos" zu Gehör bringen, konnte dies nur ein langjähriger Freund des Ilmenauer Publikums sein: Das Landesjugend-Spaßorchester. Nein, kein vom Podest fallender Dirigent Martin Lenz (Weimar), bewusst schräge Kontrabässe oder andere Scherzchen sollten den Spaß dieses großartigen Sonntag-Klangerlebnisses ausmachen, sondern der Spaß am Musizieren selbst, der die junge thüringische Best-of-Besetzung seit Jahren zu Projekten zusammen führt. Spaß, den zu verstehen dem Publikum mit erfreulich niedrigem Durchschnittsalter sichtlich Freude bereitete. Vom überfüllten Kirchenschiff bis hinauf auf die obersten Emporen schmetterten die Klänge von Brittens „Simple Symphonie", die so simpel denn doch nicht war, obgleich sie der Komponist bereits im musikalisch frühreifen Alter von 12 Jahren entwarf. Das Ganze so professionell dargeboten, dass sich selbst in den kurzen Satzpausen der Beifall seinen Weg in Gegenrichtung zur Musik bahnte. Die Frage des Publikums, das dieses junge Ensemble bei seinem bereits 5. Benefiz-Konzert erlebte, „Wo sind sie denn alle?", beantwortete sich rasch, nach dem Coplands „Fanfare for the Common Man" auf der Orgelempore von den Blechbläsern im Dialog mit den Schlagwerken am Altar das Konzert eröffnete. Als sich danach die zunächst leere Orchesterbestuhlung füllte, als bei Faures „Pavane" Kinder aus dem Publikum das Ensemble „vervollständigen" durften, nestelte mancher Besucher schon seine Euro-Scheine aus dem Portemonnaie. War doch das Konzert eine weitere Benefiz-Veranstaltung, mit denen das Spaßorchester die unterstützt, bei denen es wenig Spaß gibt: kleine Rumänen im Kinderheim Ineu! Der junge Spassorchester-Komponist (und -mitwirkende) Steffen Heinze setzte für die Spendenbereitschaft noch eins drauf. Seine Sinfonische Suite als Vertonung des Stummfilm-Klassikers „Metropolis" ging unter die Haut! (uhu)

- Wenn junge Thüringer die Freude am Musizieren verbindet, dann im LandesjugendSPASSorchester, das am Sonntag in Ilmenau gastierte.

- Spaß an der Musikhaben die jungen Leute Helge Martius, Jens Kobe sowie Björn M. und Katharina Schauer, fach- Jazzklavier in Weimar und Sie gehören mit zum LandesjugendSPASSorchester Thüringen, das momentan in Schmiedefeld für die nächsten hat sich schon über Thüringens Konzerte probt. Der Auftritt im IlmKreis ist am Sonntag, dem 21. September, um 17 Uhr in der Ilmenauer St. Grenzen hinaus einen Namen Jakobuskirche, ein Benefizkonzert für das rumänische Kinderheim in Ineu.
Schmiedefeld (AA/ih). Musik verbindet Menschen. So traf sich auch 1996 eine Gruppe musikbegeisterter junger Leute im Thüringer Wald, um von nun an gemeinsame Projekte auf die Beine zu stellen. Daraus hat sich im Laufe der Jahre ein eingetragener Verein mit knapp 100 musizierenden Mitgliedern entwickelt, mit dem Namen SPASSorchester Thüringen. Den Orchestermitgliedern geht es dabei um eine harmonische Gemeinschaft, lustiges Beisammensein und um Spaß am musizieren in großer sinfonischer Besetzung, ohne Qualität und Anspruch der Musik in den Hintergrund zu stellen. Auch in diesem Jahr hat sich das Orchester mit einem anspruchsvollen Programm hohe Ziele gesteckt. Beginnend mit festlichen Klängen von Aaron Copland „Fanfare for the Common Man" und der „Simply Sinfonie" von Benjamin Britten führt das Programm weiter zu „Lohngrin" und der „Pave" von Gabriel Faure. Großer Höhepunkt des Konzertes wird eine Suite für großes Orchester mit Musik über den Stummfilm „Metropolis" sein. Komponist ist Steffen Heinze, Orchestermitglied aus Ilmenau. Er studiert zurzeit Hauptfach Jazzklavier in Weimar und hat sich schon über Thüringens Grenzen hinaus einen Namen gemacht.
Nur einmal im Jahr trifft sich das „Spaßorchester" (zum gleichnamigen Verein gehören ehemalige Schüler des Thüringer Landesjugendorchester, Musikschüler und Musikstudenten) um miteinander zu proben und natürlich um unter Leitung von Martin Lentz Konzerte zu geben. Werke von Benjamin Britten, Aaron Copland, Gabriel Faure und Wagner werden am Sonnabend, 17 Uhr, in der Meininger Stadtkirche und am Sonntag (17 Uhr) in der Jakobuskirche in Ilmenau gespielt. Das Hauptstück ist jedoch ein von Orchestermitglied Steffen Heinze aus Ilmenau komponiertes Werk zum Stummfilm „Metropolis", welches in Meiningen uraufgeführt wird. Seit dem Jahr 2000 besteht eine Partnerschaft zwischen dem Orchester und einem Kinderheim in (neu in Rumänien. Diesem kommen auch die Erlöse des Ilmenauer Benefizkonzertes zugute.

- FOTO: FRITZ
